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Haferflocken im Öko-Test: Warnung! Darauf solltest du ab sofort achten

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Öko-Test warnt vor Nickel, Schimmelpilzgiften und Mineralöl in Haferflocken. Im Test schnitten mehrere Produkte mangelhaft ab. Warum auch bei Bio-Produkten Vorsicht geboten ist und welcher Testsieger vom Discounter kommt, erfährst du in diesem Artikel.

Haferflocken sind echte Kraftpakete. Eisen, Zink, Proteine, B-Vitamine und viele weitere Nährstoffe machen sie zum beliebten Fitness-Food. Ob in Porridge, Müsli, Pancakes, Kuchen oder Superfood Crackern: Haferflocken sind mega gesund – eigentlich. Denn die schockierenden Ergebnisse von Öko-Test zeigen jetzt, dass genau das Gegenteil der Fall sein kann.

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Haferflocken im Öko-Test: 24 Haferflockenmarken unter die Lupe genommen

24 zarte Haferflockenprodukte hat Öko-Test vor allem auf PestizideSchimmelpilzeNickel und Rückstände von Mineralölen untersucht. Getestet wurden Produkte aus dem Discounter, dem normalen Supermarkt und verschiedene Bio-Marken.

Die erschreckenden Ergebnisse: ein Viertel ist mit Nickel belastet

Sechs Haferflockenprodukte sind deutlich mit Nickel belastet. Das Metall kommt oft im Boden vor und wird von Hafer besonders stark aufgenommen. In Tierversuchen hat sich gezeigt, dass Nickel die Entwicklung und Fortpflanzung von Nachkommen beeinträchtigt. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit EFSA hat deshalb ‚‚eine tolerierbare Aufnahmemenge pro Tag (TDI)‘‘ festgelegt. Daran orientiert sich Öko-Test bei seinen Bewertungen.

Zwei Marken sind sogar so stark belastet, dass ein Erwachsener mit 60 Kilogramm Körpergewicht den derzeit gültigen TDI bereits überschreitet, wenn er am Tag eine Portion (50 Gramm) der betroffenen Haferflocken zu sich nimmt. Laut Test gilt das für die ‚‚Gut & Günstig Haferflocken Extra Zart‘‘ von Edeka (Gesamturteil ‚‚ungenügend‘‘) sowie die ‚‚Flocken Hafer Zart‘‘ von der Bio-Zentrale (Gesamturteil ‚‚ungenügend‘‘). 

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Schimmelpilzgifte in Haferflocken nachgewiesen

Neben Nickel hat das Labor auch Schimmelpilzgifte im Test nachgewiesen. Es handelt sich dabei um sogenannte T2- und HT2-Toxine. Das sind zellgiftige Stoffwechselprodukte von Schimmelpilzen, die das Immunsystem schwächen können.

T2- und HT2-Toxine befallen das Getreide auf dem Feld. Abhängig von Witterungsbedingungen lassen sie sich oft nur schwer vermeiden. Umso wichtiger ist hier die Kontrolle der Waren. Produkte mit höheren Belastungen sollten gar nicht erst in den Handel gelangen.

Spuren der Schimmelpilzgifte wurden in allen getesteten Haferflocken gefunden, was aber noch kein Grund zur Sorge ist. Denn bis zu einer bestimmten Grenze sind diese gesundheitlich unbedenklich. Welcher Richtwert für Toxine eingehalten werden muss, legt die EU fest.

Ein Haferflockenprodukt fiel in der Öko-Test-Auswertung als ‚‚stark erhöht‘‘ auf und vier Produkte wiesen ‚‚erhöhte‘‘ Werte auf.

Besonders viele Schimmelpilzgifte hat das Labor in den ‚‚Kornmühle Extra Zarte Haferflocken‘‘ von Netto (Gesamturteil ‚‚ungenügend‘‘) gefunden. Hier wird die Toleranzgrenze mit einer Portion Haferflocken (50 Gramm) am Tag überschritten. Welche Haferflocken du noch unbedenklich essen kannst, erfährst du gleich.

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Rückstände von Mineralöl bei Haferflocken im Öko-Test

Ebenfalls kritisierten die Tester sechs Haferflockenprodukte aufgrund von Mineralölrückständen. Mineralöl reichert sich im Körper an. Die gesundheitlichen Folgen sind bisher nicht ausreichend erforscht. Deshalb sollten Lebensmittel möglichst wenig davon enthalten.

Die höchsten Werte fand das Labor in zwei Bio-Haferflockenprodukten: In den zarten Haferflocken der Bio-Zentrale sowie in den ‚‚Bauckhof Haferflocken Zartblatt, Demeter‘‘ von Bauck (Gesamturteil ‚‚befriedigend‘‘). 

Good News des Tages: fast alle Haferflocken sind frei von Glyphosat

Das zuständige Labor hat in nur einem Produkt geringe Mengen des Pestizids Glyphosat gefunden. Auch potenziell krebserregende Mineralölkohlenwasserstoffe (MOAH) wurden nicht gefunden. Nach eigenen Angaben sah das im Öko-Test 2013 noch ganz anders aus.

Haferflocken im Öko-Test: das sind die Testsieger

Zehn der getesteten Haferflockenmarken wurden von Öko-Test mit der Bestnote ausgezeichnet. Die große Überraschung: Das Lidl-Produkt ‚‚Crownfield Haferflocken Zart‘‘ für 47 Cent pro 500 g gewinnt.

Ebenfalls ‚‚sehr gut‘‘ schnitten zum Beispiel folgende Haferflockenprodukte ab:

  • Alnatura ‚‚Haferflocken extrazart Bioland‘‘ (1,61 Euro)
  • Rossmann ‚‚Ener Bio Haferflocken Feinblatt‘‘ (0, 99 Euro)
  • Campo Verde ‚‚Haferflocken Zartblatt‘‘ (2,29 Euro)
  • Kölln ‚‚Bio Haferflocken zart‘‘ (1,89 Euro)

Die können also weiterhin ohne Bedenken in deinen Frühstücksbowls landen.

Das Fazit

Wie die Haferflocken im Öko-Test zeigen, gibt es auch bei gesunden Lebensmitteln große Qualitätsunterschiede. Bei Produkten, die du regelmäßig oder sogar täglich konsumierst, solltest du deshalb besonders auf die Herkunft und Qualität achten. Produkte aus einem Bioladen und Reformhaus schneiden in der Regel besser ab. Trotzdem ist Bio keine Garantie (insbesondere Supermarkt-Bio nicht) und gute, gesunde Lebensmittel gibt’s auch zum kleinen Preis.

Den vollständigen Testbericht, mit Übersicht aller Produkte und Ergebnisse, kannst du bei Öko-Test für 2,50 Euro kaufen.

Quelle: Öko-Test Magazin 10/2020

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Haferflocken im Ökotest

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