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Rhabarberkuchen mit veganer Creme-Füllung und Streuseln (glutenfrei)

Rhabarberkuchen

Rhabarberkuchen in gesünder! Die Saison ist noch in vollem Gange. Deshalb findet ihr in meinem Kühlschrank aktuell auch jede Menge von dem roten, säuerlichen Staudengewächs. Wusstet ihr, dass Rhabarber eigentlich gar kein Obst ist, sondern Frühlingsgemüse?

Ich bin auf jeden Fall ein großer Fan von Rhabarberkuchen und Rhabarberkompott. Deshalb habe ich beide Vorlieben kombiniert und da es Rhabarberkuchen Rezepte im Internet wie Sand am Meer gibt, das Rad nicht komplett neu erfunden. Inspiriert zu einem gesünderen Rhabarberkuchen Rezept hat mich Sallys Welt. Da ich das Rezept stark abgewandelt habe, zeige ich euch jetzt mal meine etwas gesündere und bekömmlichere Variante. Denn es ist eigentlich gar nicht so schwer, einen „normalen“ Kuchen lecker, glutenfrei, vegan und/oder ohne raffinierten Zucker nachzubacken. Auch wenn es im ersten Moment etwas kompliziert wirkt!

Rhabarberkuchen

Zutaten

Rhabarber-Füllung

  • 650 g Rhabarber
  • 2 gehäufte TL Zimt
  • 2 EL Kokosblütenzucker (oder Erythrit/Xylit: Zu Zuckeralternativen – ihren Backeigenschaften, Geschmack, Preis und ob sie wirklich gesünder sind – kommt die Tage noch ein detaillierter Beitrag!)

Veganer Rührteig (26 cm runde Springform):

  • 110 g zimmerwarme (vegane) Butter (Weidebutter geht auch, da sie nicht ungesünder als Margarine ist und weitaus natürlicher hergestellt wird – hier müsst ihr Ethik/Umwelt versus Gesundheit abwägen, also für veganer ungeeignet, aber bei pflanzen-basierter oder ,,normaler“ Ernährung okay)
  • 140 g Mehl (Dinkelmehl oder bei der glutenfreien Variante eine Mehlmischung aus 350 g Reismehl, 100 g Maisstärke und 50 g Tapiokastärke – die Tapiokastärke kann hier auch mit Guarkernmehl ersetzt werden. Mit dieser glutenfreien Mehlmischung könnt ihr Weizen in den meisten Rezepten einfach ersetzen. Habt ihr keine Lust so viele einzelnen Zutaten zu kaufen, könnt ihr bei Glutenintoleranz natürlich auch fertige Mehlmischungen kaufen. Achtet dann aber gut auf die Inhaltsstoffe. Leider sind da nämlich oft auch schon unnötige Zusätze drin (siehe Schär-Produkte), wodurch die glutenfreien Backwaren zwar für manche verträglicher werden, aber genauso ungesund sind wie Weizenprodukte. Tolle Mehlmischungen hat zum Beispiel Alnavit)
  • 1 EL Flohsamenschalen
  • 1/2 TL Backpulver (Reinweinstein Backpulver)
  • 3 x Eier (-Ersatz: 3 El Apfelmark, veganer Ei-Ersatz aus dem Backregal oder 2 EL Goldleinsamen, im Mixer zu Mehl zerkleinert und in 8 EL lauwarmen Wasser eingeweicht)
  • 70 – 100 g Zucker (-Ersatz: Kokosblütenzucker und Erythrit/
    Xylit 1:1 oder Ursüße)
  • 1 gute Prise Salz
  • Vanilleextrakt

Creme-Füllung

  • 280 g Quark (-Ersatz: zum Beispiel die Soja Quark Alternative von Sojade (zuckerfrei, pflanzlich, deshalb geringere Nährstoffdichte und trotzdem proteinreich), Soja-Joghurt oder auch sehr geil: das Crème fraîche auf Haferbasis von Oatly 200 g – gibts bei Veganz – plus 80 g Sojajogurt)
  • 100 g Kokosjoghurt
  • 60 g Schlagsahne (-Ersatz: Oatly Barista Hafermilch oder eine vegane Schlagsahne/Cuisine eurer Wahl)
  • 35 g Speisestärke
  • 1 halbe Bio-Limette (Saft und Abrieb)
  • 1 TL Vanilleextrakt
  • 2 EL Erythrit/Xylit (oder 30 g, wenn ihr noch Zucker-Junkies seid)

Streusel

  • 80 g kalte (vegane) Butter
  • 80 g Haferflocken (glutenfrei, im Mixer zu feinem Mehl gemahlen: Hafer gehört zu den gesündesten Getreidesorten, die es gibt. Er ist von Natur aus eigentlich glutenfrei, wird aber meistens in der Produktion verunreinigt. Deshalb bei Glutenunverträglichkeit nur Hafer kaufen, der als glutenfrei gekennzeichnet ist.)
  • 30 g Mehl (von eurer Mehlmischung oder Dinkelmehl
    zum Beispiel)
  • 50 – 70 g Kokosblütenzucker

So geht’s

  1. Rhabarber schälen (weniger Oxalsäure), würfeln, in einer Schüssel mit den restlichen Zutaten vermengen und zur Seite stellen.
  2. Springform einfetten oder mit Backpapier ausfüllen.
  3. Für den Rührteig die zimmerwarme Butter mit dem Zuckerersatz, der Prise Salz und dem Vanilleextrakt cremig schlagen. Dann den Eiersatz nacheinander unterrühren, das Mehl mit Backpulver vermischen und ebenfalls unterrühren.
  4. Den veganen Rührteig in die Springform geben und glatt streichen.
  5. Dann alle Quark-Zutaten vermengen und über den Rührteig geben.
  6. Den Rhabarber drüber schichten.
  7. Jetzt den Backofen auf 170 Grad Ober-Unterhitze vorheizen.
  8. Die Zutaten für die Streusel vermengen und über den Rhabarberkuchen streuseln.
  9. Dann den Kuchen ca. 45 bis 50 Minuten backen, bis die Streusel goldbraun sind.
  10. Ca. 2-3 Stunden abkühlen lassen und genießen!

Viel Spaß beim Nachbacken!

Rhabarberkuchen

Gebacken habe ich den köstlichen Kuchen jetzt schon zweimal hintereinander, einmal mit Dinkelmehl und einmal komplett glutenfrei. Einen ticken besser schmeckt klar der Dinkel-Rührteig-Boden, denn glutenfreier Teig ohne künstliche Geschmacksverstärker und Zucker ist von der Konsistenz immer etwas sandig. Da bei diesem Rhabarberkuchen die Creme-Füllung in Kombination mit den super leckeren Streuseln dominiert, fällt das geschmacklich bei der glutenfreien Variante aber nicht so stark auf. Also viel Spaß und gute Schlemmerei ohne schlechtes Gewissen!

Eure Adelinde .♥


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