Darmgesundheit

Gesunde Darmflora: 5 wirksame Hausmittel für einen glücklichen Bauch

Zutaten für probiotische Kombucha Limonade

gesunde Darmflora fördern | Falsche Ernährung, Antibiotika, Umwelteinflüsse, Stress:

Es gibt viele Faktoren, die sich schädlichen auf die Darmflora auswirken. Doch obwohl sie maßgeblich unser Wohlbefinden bestimmt, sprechen wir nicht gerne darüber. Der Darm ist noch immer ein Tabuthema und wir schenken ihm meist erst bei anhaltenden Beschwerden Aufmerksamkeit. Hier zeige ich euch deshalb 5 wirksame Hausmittel, mit denen ihr dem Darm und der gesamten Verdauung etwas Gutes tun könnt.

gesunde Darmflora fördern

5 Hausmittel für eine gesunde Darmflora, die du bestimmt noch nicht alle kennst

In diesem Artikel:

  1. Heilerde zum Entgiften
  2. Kombucha zum Aufbauen der Darmflora
  3. Oregano Öl zum Schützen vor Bakterien, Viren und Pilzen
  4. Flohsamenschalen zum Ausbalancieren bei Durchfall/Verstopfung
  5. Weihrauch oder Myrrhe zum Kräftigen der Darmbarriere

Ich habe in den letzten Jahren extrem viel ausprobiert und anfangs massenhaft Geld für unwirksame „Wundermittel“ aus dem Fenster geworfen. Das möchte ich euch mit diesem Artikel ersparen! Denn inzwischen bin ich eine kleine Darmexpertin geworden und habe dadurch Hausmittel bzw. Nahrungsergänzungsmittel gefunden, die wirklich anschlagen und den Darm gesund halten. Trotzdem gilt natürlich wie immer bei der Verdauung: Wir sind alle individuell und was für mich gesund ist, muss nicht unbedingt auch für dich das Richtige sein. Manchmal hilft tatsächlich nur Ausprobieren.

gesunde darmflora

Ich habe euch hier aber bewusst 5 Hausmittel aufgelistet, die ich natürlich selbst benutze, die 5 verschiedene Bereiche ansprechen und mit denen viele Menschen sehr gute Erfahrungen machen. Außerdem können die Hausmittel teilweise schon von bestehende Studien untermauert werden (alle verwendeten Quellen findet ihr am Ende des Artikels).

Bei Verdauungsproblemen oder präventiv können diese Hausmittel dem Darm auf die Sprünge helfen:

1. Heilerde

Heilerde zum Entgiften

Heilerde ist ein natürliches Mineralpulver und wird aus dem Sediment Löss gewonnen. Sie kommt bei Magen-Darm-Beschwerden gerne als Entgiftungskur zum Einsatz. Für die innere Anwendung gibt es speziell verarbeitete Produkte als Pulver oder Kapseln. Kaufen könnt ihr Heilerde in (fast) jeder Drogerie und es handelt sich hier um ein reines Naturprodukt mit Arzneimittel-Zulassung.

,,Dreck reinigt den Magen.“

Mit Heilerde werden nach eigenen Aussagen des Herstellers Schadstoffe, Umweltgifte, Cholesterin, Fette und freie Radikale aus der Nahrung gebunden und ausgeleitet. Das funktioniert durch ihre äußere Beschaffenheit. Millionen feine Körner wirken in ihrer Gesamtheit wie ein riesiger Schwamm, der Flüssigkeit und Substanzen aufsaugt. Heilerde wird deshalb auch gerne bei Sodbrennen, Völlegefühl, Magenbeschwerden oder Durchfall eingesetzt.

Wichtig bei der Anwendung ist zu beachten, dass Heilerde durch ihre entgiftenden Eigenschaften auch die Wirkung von Medikamente (zum Beispiel der Anti Baby Pille) abschwächt. Deshalb solltet ihr immer zwei Stunden Abstand zur Medikamenten-Einnahme einhalten. Wertvolle Vitamine und Mineralstoffe werden hingegen nicht absorbiert, da die Wirkung von Heilerde auf ihrer negativen Ladung basiert. Das heißt: sie zieht positiv geladene Partikel an und das sind vor allem Schwermetalle, Säuren, andere Umweltgifte etc.

Meine Erfahrungen mit Heilerde

Heilerde benutze ich ungefähr viermal im Jahr als zweiwöchige Entgiftungskur und immer, wenn ich akut (meist stressbedingt) mit Völlegefühl, Magenschmerzen oder Durchfall zu kämpfen habe. Sie ist ein effektives, aber nicht zu heftiges Hausmittel (im Gegensatz zu Bentonit zum Beispiel), um den Darm zu entgiften und Flüssigkeit, Fett sowie Luft und Gase zu binden. Ich verwende hier immer die Heilerde-Kapseln micro fein von Luvos (keine beauftragte Werbung, gilt auch für alle weiteren genannten Produkte in diesem Blogpost) und bin damit auch echt zufrieden (die findet ihr bei Dm zum Beispiel). Da ich schon viel am Morgen trinke, ist mir ein Shake mit Heilerde-Pulver zu viel des Guten (auch wenn das Heilerde-Pulver noch effektiver wirken soll, als die Kapseln). Da würde ich euch raten einfach mal beides zu testen. Ich nehme übrigens drei Kapseln morgens vor und Abends nach dem Essen.

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2. Kombucha

Kombucha zum Aufbauen der Darmflora

Vor einigen Jahren war Kombucha noch nicht ganz so bekannt, inzwischen hat er sich regelrecht zum Trendgetränk entwickelt. Das „Wunderelixier“ wird aus fermentiertem Tee hergestellt und enthält wahnsinnig viele wertvolle Inhaltsstoffe, die sich positiv auf die gesamte Verdauung auswirken und eine gesunde Darmflora fördern. Insbesondere die enthaltenden Probiotika können eine geschädigte Darmflora wieder aufbauen und stabilisieren. Problematisch an gekauften Kombucha Getränken ist allerdings, dass sie oft pasteurisiert werden und dann keine lebenden Kulturen mehr enthalten. Damit fällt auch der gesundheitliche Nutzen weg.

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In diesen Artikeln erfahrt ihr deshalb ausführlich: Wie ihr Kombucha selbst herstellt, wie ihr ihn zu leckeren Limonaden aufpeppt und warum der Teepilz so gesund ist!

Es gibt auch zahlreiche Probiotika-Präparate, die beim Aufbau der Darmflora (nach Antibiotika Therapie oder bei Entzündungen zum Beispiel) helfen können. WELCHES PROBIOTIKUM FÜR WEN DAS RICHTIGE ist, dazu kommt noch ein ausführlicher, separater Artikel.

Meine Erfahrungen mit Kombucha

Kombucha trinke ich regelmäßig, wie andere zum Beispiel ihre Säfte oder Limonaden trinken. Er ist ein fester Bestandteil in meinem Alltag geworden und hat auch gemeinsam mit anderen Mitteln und der Ernährung dazu beigetragen, dass mein Darm heute – nach 5 Jahren – keine Entzündung mehr aufweist. Trotzdem handhabe ich es hier wie mit fast allem, was ich zu mir nehme: intuitiv! Wenn ich an einem Tag keine Lust auf Kombucha habe, lasse ich es sein. An anderen Tagen trinke ich ihn wiederum regelmäßig: als Shot am Morgen oder über den Tag verteilt, in der Trinkflasche mit zur Arbeit genommen.

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3. Oregano Öl

Oregano Öl zum Schützden der Darmflora

Oregano Öl gehört zu den heilkräftigsten Hausmitteln, die es gibt und kann bei vielen gesundheitlichen Problemen eingesetzt werden. Es hat u. a. folgende Eigenschaften, die eine gesunde Darmflora fördern:

  • starke antibiotische Wirkung ohne typische Nebenwirkungen wie bei chemischen Antibiotika
  • entzündungshemmend
  • parasitenfeindlich
  • funkgizid, vertreibt also (Hefe)pilze im Darm
  • stark durchblutungsfördernd
  • antiviral

Oregano Öl ist DAS natürliche Mittel, was effektiv gegen schädliche Darmparasiten, schlechte Bakterien, Pilz-Befall aller Art und resistente Keime wirkt. Dazu ist es reich an Antioxidantien und kurbelt beispielsweise die Magensaft-Produktion an. Einen detaillierten Beitrag zu Oregano Öl und seiner Wirkung findet ihr zum Beispiel hier.

Bei der Frage, ob Oregano Öl mit seiner stark antibiotischen Eigenschaft nicht auch die guten Darmbakterien abtötet, bin ich auf sehr interessante Experimente gestoßen. Schaut euch dazu gerne mal diesen Artikel an.

Meine Erfahrungen mit Oregano Öl

Oregano Öl gehört ebenfalls zu den Naturheilmittel, deren Wirkung ich zu 100 % unterschreiben kann. Ich nehme es einmal im Jahr für ein bis zwei Wochen präventiv, um meine Magenschleimhaut zu stärken und einen Parasitenbefall sowie Dünndarmfehlbesiedelung auszuschließen. In der Zeit trinke ich auch keinen Kombucha oder nehme Probiotika-Kapseln, da Oregano Öl gute Darmbakterien zwar nicht abtötet, allerdings hemmen kann (wäre deshalb kontraproduktiv). Da ich super empfindlich bin und Oregano Öl durch die hohe Konzentration niemals unverdünnt angewendet werden sollte, nehme ich direkt Oregano-Öl-Kapseln, die mit Bio-Olivenöl kombiniert sind. Sehr zu empfehlen und eine unkomplizierte Lösung. Wichtig bei der Einnahme ist nur, dass ihr 2 Stunden Abstand vor oder nach der Mahlzeit einhaltet, Oregano Öl blockiert nämlich die Aufnahme von Eisen. Ich nehme es dann immer einmal am Tag.

Richtig gut wirkt Oregano Öl bei mir auch bei kleinen Hautunreinheiten und bei Zahnfleischentzündung. Es ist inzwischen Bestandteil meines selbstgemachten Gesichtswassers und meiner DIY Mundspülung.

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4. Flohsamenschalen

Flohsamenschalen bei Durchfall oder Verstopfung

Flohsamenschalen werden schon seit vielen Jahrhunderten als Heilmittel bei Darmbeschwerden eingesetzt. Sie haben eine hohe Quellfähigkeit und sind in der Lage einen Schleim abzugeben, der sich schützend an die Darmwand schmiegt. Dadurch sind Flohsamenschalen ein effektives Hausmittel – sowohl bei Durchfall als auch bei Verstopfung.

Flohsamenschalen festigen den Stuhl einerseits, durch ihr Fähigkeit viel Wasser zu binden, und andererseits erhöhen sie das Stuhl-Volumen, was wiederum die Verdauung in Gang bringt und gegen Verstopfung helfen kann.

Meine Erfahrungen mit Flohsamenschalen

Flohsamenschalen sind ein absolutes Allrounder Talent und bewährtes Hausmittel für eine gesunde Darmflora. Ich verwende sie immer, wenn ich akut mit Durchfall zu kämpfen habe. Dazu gebe ich 2 EL Flohsamenschalen in ein Glas Wasser (ca. 250 ml) und trinke es morgens zügig aus.

Darüber hinaus kommen sie auch regelmäßig in der Küche zum Einsatz, da Flohsamenschalen ein tolles veganes Bindemittel sind.

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5. Weihrauch oder Myrrhe

gesunde darmflora_Weihrauch und Myrrhe gegen Darmentzündung

Beim fünften Hausmittel zum Kräftigen der Darmbarriere könnt ihr je nach Bedarf entweder Weihrauch/Myrrhe nehmen oder eine Kombination aus beidem. Bei beiden Heilmitteln handelt es sich um Harze, die vor allem für Menschen interessant sind, die an chronisch entzündlichen Darmerkrankungen und Reizdarm leiden oder die dauerhaft Verdauungsbeschwerden haben – wie zum Beispiel das Leaky Gut Syndrom, Nahrungsmittelunverträglichkeiten, Reizdarm und akute Durchfälle.

gesunde darmflora

Mehrere Studien haben gezeigt, dass Weihrauchextrakt effektiv Entzündungen im Darm hemmt. In klinischen Untersuchungen konnte zum Beispiel eine Wirksamkeit bei Patienten mit chronischer rheumatoider Polyarthritis sowie Colitis ulcerosa beobachtet werden. Verantwortlich dafür sind die im Weihrauch enthaltenden Boswelliasäuren. Weihrauch wird aus diesem Grund von einigen Gastroenterologen bei der Therapie von CEDs verschrieben.

Eine 2017 veröffentlichte Studie der Charité zeigt, dass die Arzneipflanze Myrrhe in Kombinaion mit Kaffeekohle und Kamille die Darmbarriere stabilisiert und sie damit vor schädlichen Einflüssen des entzündungsfördernden Eiweißes TNFalpha schützt. Die funktionierende Darmbarriere ist wiederum maßgebend für eine gesunde Darmflora und damit auch für einen glücklichen Bauch. Empfohlen wird Myrrhe als Nahrungsergänzung ebenfalls bei CEDs, Reizdarm und akkuten Durchfällen.

Meine Erfahrungen mit Weihrauch und Myrrhe

Weihrauch habe ich vor ca. 4 Jahren das erste Mal entdeckt und immer bei Schüben unterstützend zur Medikation genommen, später dann in der medikamentenfreien Zeit bis ich eigentlich beschwerdefrei war. Es wirkt eher bei leichten Entzündungen und präventiv in der Remission. Inzwischen bin ich umgestiegen auf ein Kombinations-Präparat, was auch Myrrhe enthält. Jetzt wo meine Entzündung abgeheilt ist, konzentriere ich mich vor allem auf den Aufbau der Darmbarriere. Werde deshalb in Zukunft denk ich auf ein Produkt wie das geprüfte Myrrhinil umsteigen und meine Erfahrungen hier natürlich ergänzen.

Übrigens: Auch beim stärken der Darmbarriere kann wieder die richtige Ernährung helfen. Wie, erfahrt ihr in diesem Artikel:

RESISTENTE STÄRKE: SUPERNAHRUNG FÜR GUTE DARMBAKTERIEN UND ABNEHMHILFE!

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